Erstanwendung beim Menschen

Die CRO ist unter anderem spezialisiert auf die Planung und Umsetzung von FTIH-Studien. Über den konventionellen SAD (Single Ascending Dose)-Ansatz bei gesunden Probanden hinaus verfügen wir über große Erfahrung bei der erfolgreichen Implementierung von mehrteiligen kombinierten SAD- und MAD (Multiple Ascending Dose)-Studien. Diese werden entweder nur mit gesunden Probanden oder Patienten oder auch in einer Kombination aus gesunden Probanden-/Patientengruppen durchgeführt. Für diese Art von Studien sind wir inzwischen bevorzugter Partner vieler Sponsoren geworden. Und dies ist nicht allein auf die klinisch erfolgreiche Durchführung von FTIH-Studien zurückzuführen, sondern auch auf unsere kompetente Beratung bei Protokollentwicklung und Genehmigungsverfahren.

Unser erfolgreiches Rekrutierungskonzept ermöglicht häufig die Durchführung von FTIH-Studien an Probanden und Patienten an nur einem Prüfzentrum. Durch Fokussierung auf ein einziges Zentrum zur Studiendurchführung erweitern sich die Möglichkeiten zur Einbeziehung von exploratorischen Wirksamkeitsuntersuchungen im FTIH-Stadium; die Logistik ist einfacher und Kompromisse beim Studiendesign lassen sich auf diese Weise minimieren.

Unser kompetentes Team unterstützt Sie gern bei Design und Konzeption von FTIH-Studien. Unsere Leistungen umfassen beispielsweise die Entwicklung eines zu Ihrer Fragestellung passenden innovativen Studiendesigns, die Abwägung zwischen stationärer und ambulanter Studiendurchführung, sowie Vorschläge für geeignete Maßnahmen zur Überwachung der Patientensicherheit. Durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern innerhalb der Charité steht Ihnen eine große Expertise bei der Wahl geeigneter Biomarker und diagnostischer Verfahren zur Verfügung. Die Aufnahme von Biomarkern in das Studiendesign kann sehr wertvolle Informationen sowohl zur Sicherheit des untersuchten Präparates als auch für eine frühe Wirksamkeitsbeurteilung liefern.

In Zusammenarbeit mit klinischen Immunologen können wir beispielsweise die Validität präklinischer Modelle durch Überwachung der Rezeptorbelegung untersuchen. Damit wird eine dynamische Dosisanpassung während des Studienverlaufs auf Grundlage der Messergebnisse ermöglicht. Ein anderes Beispiel für den gewinnbringenden Einsatz von diagnostischen Methoden ist der Einsatz von MRT und/oder Sonografie, um subklinische Effekte auf Knochen und Gewebe nach Gabe eines Biologikums zu messen. Solche Informationen können für die Wahl von Dosierungsintervallen in Folgestudien sowie für die Eruierung des Umfangs und Zeitpunktes bildgebender Verfahren nützlich sein.

Aufgrund unserer guten Kenntnisse der regulatorischen Abläufe beantragen wir bei Ethik-Kommissionen und Zulassungsbehörden nicht nur erfolgreich mehrteilige Studien sondern auch mehrteilige Studien, bei denen SAD- und MAD-Gruppen semiparallel geprüft werden. Unsere Kompetenz bei der Antragstellung von derartigen Studien bei Ethik-Kommissionen und Zulassungsbehörden hat dazu geführt, dass viele Sponsoren auch die Erstellung der kompletten Beantragungsunterlagen (CTA) bei den deutschen Behörden direkt an uns übergeben.

Bei der Durchführung der Studien steht die Sicherheit, Gesundheit und Unversehrtheit unserer Studienteilnehmer für unser Team stets an erster Stelle. Unsere Phase-I-Station befindet sich in Deutschlands größtem Universitätsklinikum, der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Dadurch haben wir direkten Zugriff auf notfall- und intensivmedizinische Einrichtungen, die auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik sind. Auch gehören zu unserem eigenen medizinischen Team intensivmedizinisch erfahrene Fachärzte. Wir haben ein Zytokin-Überwachungssystem für den Einsatz am Patientenbett etabliert, sodass wir bereits 20 Minuten nach Probenentnahme Auskunft über Verläufe der Zytokinspiegel haben. Dies gewährleistet die Früherkennung sich andeutender potentieller medizinischer Probleme und damit frühestmögliche Gegenmaßnahmen, sodass diese erst gar nicht medizinisch relevant oder rechtzeitig umfassend medizinisch behandelt werden.

Zusammenfassung

Studiendesign

Die Charité Research Organisation hat große Expertise und Erfahrung im Design von FTIH-Studien. Insbesondere sind wir spezialisiert auf die Konzipierung von Studien mit komplexem, mehrteiligem, mehrarmigem oder adaptivem Design. In solchen Studien werden häufig neben gesunden Probanden- auch Patientengruppen untersucht sowie SAD- und MAD-Studienteile kombiniert. Die Beantragung dieser Studien stellt eine regulatorische Herausforderung dar und erfordert ein bis ins kleinste Detail durchdachtes und stringentes Design, z. B. im Hinblick auf die Definition von Studienabbruchkriterien und Studienfortsetzungskriterien. Die CRO arbeitet eng mit Experten in den unterschiedlichen Therapiefeldern sowie mit Experten für bildgebende Verfahren und Biomarker zusammen. Diese Kooperationen erfolgen auf höchstem Niveau und gewährleisten eine sinnvolle und praktikable Integration von exploratorischen Wirksamkeitsuntersuchungen in FTIH-Studien.

Sicherheit als oberstes Gebot

Die Sicherheit der Teilnehmer hat bei jeder unserer klinischen Studien höchste Priorität. Wir treffen jede Vorkehrung, um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten und denkbare Risiken zu minimieren. Aufgrund der günstigen Lage der Forschungsstation der CRO in den Räumlichkeiten des führenden Universitätsklinikums Deutschlands ist der Zugang zu hoch qualifizierten notfall- und intensivmedizinischen Einrichtungen garantiert. Zum medizinischen Team der CRO selbst gehören ebenfalls Intensivmediziner. Auch auf technischer Ebene ist Sicherheit unser oberstes Gebot: so ermöglicht das Labor der Forschungsstation die Zytokin-Messung am Patientenbett. Dadurch können die Konzentrationen der Schlüsselzytokine innerhalb von 20 Minuten ermittelt werden. Ein typisches Anwendungsgebiet für dieses Verfahren sind FTIH-Studien mit Biologika. Hier liefern Zytokinmessungen Hinweise auf potentielle Probleme, schon bevor sich klinische Symptome entwickeln.

Patienten und gesunde Probanden

FTIH-Studien werden an gesunden Probanden, Patienten und in einigen Fällen an beiden Gruppen parallel durchgeführt. Zum Beispiel können FTIH-Studien mit neuen Biologika zur Therapie von Multipler Sklerose (MS) ausschließlich an MS-Patienten durchgeführt werden. Aufgrund unserer umfangreichen Patientendatenbank können derartige Studien monozentrisch durchgeführt werden. Andererseits können bei komplexen FTIH-Studien zur Behandlung des Systemischen Lupus Erythematodes durch ein Biologikum gesunde Probanden für die SAD-Prüfung und erst in der MAD-Phase die Patienten einbezogen werden. So lässt sich die für diese Indikation erforderliche Patientenzahl minimieren.

Kombinierte Dosisfindungsstudien (SAD und MAD)

Die CRO hat sich einen hervorragenden Ruf bei Entwurf, Planung und Durchführung komplexer FTIH-Studien erarbeitet, insbesondere bei der Kombination von SAD- und MAD-Studienteilen, in zum Teil semiparallelem Design. Die Erfahrung der CRO bei der Beantragung solcher Studien bei Ethik-Kommissionen und Zulassungsbehörden gewährleistet einen zeitnahen Studienstart und die effiziente Abwicklung regulatorischer Aufgaben im Verlauf der Studie.

Exploratorische Prüfung der Wirksamkeit

Durch die enge Zusammenarbeit mit Experten für die jeweiligen Therapiefelder, bildgebende Verfahren und Biomarker ist die Charité Research Organisation in der Lage, FTIH-Studien zu konzipieren und durchzuführen, die neben der Untersuchung von Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik schon exploratorische Untersuchungen zur Wirksamkeit integriert. In solchen Studien können schon im SAD-Teil die unterschiedlichsten bildgebenden Verfahren sowie neuartige Biomarker zur Erfassung subklinischer Effekte herangezogen werden. So wurden zum Beispiel nach einer Einmalgabe eines Prüfpräparats an Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) MRT und Sonografie zur Untersuchung von Veränderungen der Synovitis eingesetzt.